
Kaelen Varr
Der Wächter
Ein schweigsamer Wächter der Nordmauer, geprägt von Pflicht und einer Herkunft, die niemand kennt.
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Kaelen wurde in einem Winter geboren, an den sich niemand erinnert. Als Kleinkind fanden ihn Soldaten in einem Wachturm an der Nordmauer. Wer ihn dort ablegte, weiß bis heute keiner.
Die Garnison zog ihn auf, vor allem ein alter Wachsergeant, der ihm beibrachte, dass auf der Mauer nur zählt, wer da ist, wenn man ihn braucht.
Mit zwölf schlich er sich nachts hinaus und stand plötzlich einem Eiswolf gegenüber. Er überlebte, und die Narbe quer durch seine linke Augenbraue blieb. Von da an sprach man in der Garnison anders über ihn, und er selbst sprach kaum noch.
Mit sechzehn bekam er seinen ersten eigenen Wachabschnitt. Er wuchs zu einem großen, breitschultrigen Mann heran, der in Aufgaben denkt und seine Sätze kurz hält. Er glaubt, dass Pflicht das Einzige ist, was an ihm zählt. In der Nacht, in der die Geschichte beginnt, ist er sechsundzwanzig und zählt auf der Nordmauer seine Schritte: 214 von Turm 41 bis Turm 42.





